Pflege & Service

Hier ein paar Vorschläge vom Fachmann, wie Sie Ihren Kamin oder Kaminofen optimal pflegen und reinigen können.
Damit Sie noch lange Freude mit Ihrem besten Stück haben.





Der richtige Brennstoff

Ihr Kaminofen ist für die Feuerung von lufttrockenem Scheitholz und Braunkohlebriketts gebaut. Verwenden Sie nur naturbelassenes Holz, das wenigstens zwei Jahre abgelagert ist, als Scheitholz.
Braunkohlebriketts dürfen nur in Feuerstätten mit selbstschließenden Türen verfeuert werden. Beachten Sie auch, dass frisches Holz einen wesentlich geringeren Heizwert als trockenes, abgelagertes Holz besitzt. Darüber hinaus besteht die Gefahr einer raschen Kaminversottung durch das Verbrennen von feuchtem Brennstoff. Desweiteren leiden sowohl Ihre Nachbarn, als auch die Umwelt unter der stärkeren Verschmutzung durch den Rauchanfall.
Spanplatten, lackiertes oder gebeiztes Holz sowie Papier und Kleidermüll gehören wie alle anderen Abfälle ebenfalls nicht in den Kamin. Ihre Entsorgung ist hier aufgrund der entstehenden giftigen Gase verboten.
Braunkohlebriketts eignen sich hervorragend, das Glutbett über einen längeren Zeitraum zu erhalten. Sie sind bei Ihrem Heizkamin jedoch stets nur bei geschlossener Tür zulässig.
Sie sollten zur Erstauflage nicht mehr als 3 − 5 Holzscheite (ca. 30cm lang und stets gespalten) oder 6 − 7 Braunkohlebriketts aufgegeben werden.
Beim Nachlegen dann jeweils nur 2 − 3 Holzscheite bzw. Braunkohlebriketts auflegen.

richtiges Heizen

In der Übergangszeit kann es bei plötzlichem Temperaturanstieg zu Störungen des Schornsteinzuges kommen, so dass die Heizgase nicht vollständig abgezogen werden.
Die Feuerstelle ist dann mit geringeren Brennstoffmengen zu befüllen und bei größerer Stellung des Primärluftschiebers zu betrieben, so dass der vorhandene Brennstoff schneller abbrennt und dadurch der Schornsteinzug stabilisiert wird. Zur Vermeidung von Widerständen im Glutbett sollte die Asche öfter vorsichtig abgeschürt werden.

Damit Ihre Scheibe rußfrei bleibt, verwenden Sie nur trockenes Holz (1-2 jährige Lagerung) und sorgen Sie für eine voll geöffnete Sekundär- und Tertiärzuluft damit im Brennraum eine möglichst hohe Tempratur erreicht wird.

Zum Nachlegen von Brennmaterial die Feuerungstür nicht ruckartig aufschwenken, da sonst Abgase in den Raum eindringen können. Stets nur kleine Brennstoffmengen nachlegen.

Holzlagerung

Alle Holzarten sollten ca. 2-3 Jahre gegen Feuchtigkeit geschützt und gut belüftet gelagert werden. Dazu eignet sich besonders ein überstehendes Dach des Hauses oder der Garage, entgegen der Wetterseite. Die Lagerung unter Plastikfolien, in schlecht belüfteten Garagen oder Kellerräumen ist nicht geeignet. Die im Holz vorhandene Feuchtigkeit kann so schlecht entweichen. Dies reduziert den Brennwert des Holzes.
Das Holz nicht ungespalten lagern, die Rinde verhindert das Entweichen der Feuchtigkeit.

rissige Schamotte

Risse in den Schamotteplatten beeinträchtigen grundsätzlich nicht die Funktion Ihres Kamin/-ofens. Sollten die Schamotteplatten jedoch völlig zerbröseln, so muss ein Austausch erfolgen. Der Austausch von Schamotteplatten fällt nicht unter Garantie bzw. Gewährleistung, da es sich dabei um Verschleißteile handelt.